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Aufsteckblitz – Warum Wieso Weshalb

Viele die mit der Fotografie anfangen und im Laufe der Zeit ihre Fähigkeiten ausbauen stehen irgendwann vor der Frage, brauche ich einen Aufsteckblitz, oder nicht. Und wenn ja, welchen und wie viele.

Wie habe ich mit dem Aufsteckblitz angefangen ?

Irgendwann stand ich vor der Frage die sich viele stellen, brauche ich einen Aufsteckblitz, oder nicht. Die Frage war relativ einfach beantwortet, ja. Wer zu Hause schon mal das ein oder andere Stillleben fotografiert hat wird das Problem kennen das man das Licht doch etwas gerne gerichtet hätte.

Aufsteckblitz

Also kommt man entweder um einen Blitz oder ein Dauerlicht nicht herum. Warum kein Dauerlicht, vermutlich würde doch eine alte Schreibtischlampe durchaus reichen? Theoretisch tut sie das sogar. Praktisch ist aber selbst eine 100W Halogenlampe immer noch dunkler als ein normaler Aufsteckblitz. Hinzukommt, dass eine Glühbirne aber auch LED´s doch etwas warm werden. Und bei einem Blitz hat man noch den Vorteil, dass der sehr schnell sehr viel Licht zur Verfügung hat und somit eine eventuelle Bewegung „einfriert“. Und die Dinger haben noch einen Vorteil, die sind sehr kompakt und transportabel.

Nach sehr viel googelei stand ich dann vor der Überlegung, ob es was Originales von Nikon sein muss, oder es auch für den Anfang der Preiswerte von Yongnuo tut, von dem man ja eigentlich nur gutes hört. Zum damaligen Zeitpunkt war es so, dass der vergleichbare Yongnuo gut ein Drittel gekostet hat. Entschieden habe ich mich dann aber für die einfache Variante ohne TTL Steuerung aber mit Funkempfänger (Yongnuo YN-560 III). Für Anfänger in der Blitzlichtfotografie konnte man auf sehr vielen Seiten lesen, dass man für den Anfang mit einem Kabel anfangen soll und nicht mit der Funkstrecke. Um es kurz zu machen, mit dem 25€ Kabel hatte ich in 2 Monaten wesentlich mehr Probleme als in 4 Jahren mit dem Funkmodul. Das Kabel war am mehrfach am Kontakt defekt und auch die Stecker waren nicht die beste Lösung. Irgendwann habe ich mir dann auch noch einen zweiten Blitz bestellt, auf einem Bein kann man schließlich nicht stehen.

Aufsteckblitz

Was ich zur Zeit nutze und warum:

-Yongnuo YN-560 III (2 Stück)
-Yongnuo YN-560 TX
-16 Akkus in 2 Taschen bzw. in den Blitzen

Wie ihr schon sehen könnt, ich bin bei Yongnuo hängen geblieben und kann die Dinger auch nur weiterempfehlen. Sie sind preiswert und das Preis/Leistungsverhältnis wirklich super. Für kleines Geld bekommt man gute, solide Technik. Was ich allerdings nicht mehr machen würde, ist das Theater mit dem Kabel. Wenn ihr überlegt, geht sofort den direkten Weg über die Funkstrecke. Mit etwas Übung (und Youtube) ist man in der Bedienung der Funkstrecke sehr einfach drin. Vor allem, wenn man sie einmal eingerichtet hat, muss man die Geräte nur noch einschalten und alles läuft reibungslos. Ein Vorteil haben die Dinger auch noch im Gegensatz zu den „Originalen“. Die Funktionieren mit jeder anderen Kamera. Sei es über den Kabelanschluss oder über die Funkverbedinung. Wer also mal sein System z.B. von Nikon nach Canon umstellt, braucht evtl. nicht mal einen neuen Sender.

Dann ist die große Frage, braucht man TTL, also die Belichtungssteuerung der Kamera und Blitze durch die Kamera, oder nicht. Meiner Meinung nach ist das eine Glaubensfrage. Da müsst ihr für euch selbst entscheiden ob ihr das Geld ausgeben möchtet.

Bei mir ist es so, dass ich am Anfang fast ausschließlich mit der Zeitautomatik gearbeitet habe, gerade draußen. Als ich mit den Blitzen angefangen habe, war das aus mehreren Gründen vorbei. Zum einen muss die Kamera relativ langsam in der Belichtung eingestellt sein da sonst der Verschluss dunkle Balken im Bild macht (Stichwort Synchronzeit / Abbrennzeit). Bei meiner Kamera darf die Belichtungszeit nicht schneller als 1/160 Sek sein, schneller ist schlecht. Zum anderen möchte man ja mit der Blende seine Schärfentiefe beeinflussen und mit dem/den Blitz(en) ja auch eine definierte Lichtstimmung erzeugen.

Ich stelle also die Kamera immer auf M, die Belichtungszeit auf 1/160, die Blende entsprechend ein und richte dann die Blitze nacheinander ein und entsprechend aus. Das geht mit der Fernbedienung recht einfach und komfortabel ohne jedes Mal zum Blitz rennen zu müssen (War beim Kabel der Fall). Und nach ein paar Fotos hat man auch recht schnell ein gutes Gefühl dafür, was geht und was nicht. Also habt keine Angst vor dem M! Das schöne an der Fernbedienung ist auch, mann kann viele Blitze zu Gruppen zusammenfassen oder auch mehrere Blitze einzeln ansteuern und dann gemeinsam zusammen auslösen. Ich habe meine Blitze noch beschriftet, zwar mit 1 und 2. Besser wäre gewesen A und B, weil die so auch in der Fernsteuerung YN-560 TX heißen, aber ich hatte dann keine Lust mehr die Aufkleber noch mal neu zu machen. Es hilft aber ungemein die Blitze auseinander zu halten wenn man die Sachen auspackt. Und noch ein Punkt für das M, wenn man einmal eine Lichtführung bzw. Stimmung hat, bleibt sie auch so und ändert sich nicht.

 

Was genauso wichtig ist wie der Aufsteckblitz: Lichtformer

Also eine Möglichkeit, dass harte Licht aus den Blitzen nicht nur in Intensität und „Zoom“ zu ändern sind Lichtformer. Jetzt kann man entweder direkt was großes kaufen und eine Softbox oder sowas anschaffen, oder aber erstmal mit dem Anfangen, was zu Hause ist. Mit der Streuscheibe an den Blitzen und einer Weißen Pappe zum Anblitzen (Stichwort:  Bouncen) ist man für ein paar € auch schon mal sehr weit. Wenn man dann noch zu Hause die ein oder andere Tupperschüssel hat, die farblos Milchig ist, bringt einen das noch mehr nach vorne. Tupper baut hervorragende Lichtformer! Und wer dann noch ein paar € ausgeben möchte, kann sich im Bastelbedarf auch mit Milchglasfolie helfen. Weiße / Graue und Schwarze Pappen helfen auch, Bereiche aufzuhellen oder abzudunkeln. Und mit einer schwarzen Pappe die man zu einer Röhre formt kann man sich auch sehr Punktförmige Lichtquellen bauen um kleine Bereiche gezielt aufzuhellen. Erlaubt ist was ein schönes Licht macht! Alufolie oder eine Rettungsdecke können übrigens super Hintergründe sein, probiert einfach mal rum.

 

Als kleiner Linktip fällt mir noch das Virtual Lightling Studio ein, ist kostenlos und man kann mal ein bisschen rumprobieren was so passiert wenn man Entfernung usw. ändert. Sicher keine High-End Lösung, aber für die Basics eine super sache. LINK

Alle Bilder die hier im Beitrag stehen, habe ich mit meinen Aufsteckblitzen gemacht.

Nächste Woche geht es an dieser Stelle mit ein paar einfachen Hinter- und Untergründen weiter.

 

 

 

Hier noch ein bisschen Werbung (Amazon Affiliate):

Das sind die Produkte die auch in meiner Tasche liegen, ich empfehle hier also nichts, dass ich nicht auch habe und so wieder kaufen würde.

 

Blitz – YN-560 III (Es gibt auch schon einen 4er wer den Sender auch im Blitz haben möchte)

Funkauslöser YN-560 TX

Akkus – Kleiner Tip, darauf achten das die Akkus eine geringe selbstentladung haben, dann braucht man sich bei einer etwas längeren Lagerung keine großen Gedanken machen. Auch hier scheiden sich die  geister, wie viele Hersteller es von Akkus denn so gibt und nicht viele da nur ihre Aufkleber draufmachen. Vermutlich reicht da der Tipp, kauft bei einem anständigem Händler und nicht bei Rudis Resterampe irgendwelche C Ware von vor 5 Jahren.

Taschen oder ein paar Cases für die Batterien. Zum einen fliegen die Akkus dann nicht wild durcheinander, ein anderer Grund ist Batteriemanagement. Wer sich angewöhnt die vollen Akkus in Richtung A in die Tasche zu packen und die leeren in Richtung B, wird wenig Probleme mit bunt durcheinander geladenen Akkus zu haben.

1 kommentar

  1. Ewald Noy

    Klasse Beitrag den ich gerne um ein paar Tipps erweitern möchte. Zum ersten ein Tipp zu den Akkus der gerade aktuell im Netz kursiert. Dazu hänge ich einen Link an http://nachbelichtet.com/2016/06/16/aa-akkus-von-eneloop-amazon-basics-und-aldi-sued-gemessen-welche-sind-besser/
    Und noch eine Website die jeder kennen sollte der sich mit der Blitzfotografie auseinandersetzen möchte …
    http://www.blitz-fotografie.de/
    Jede Menge zusätzliche Infos, ihr bekommt eine Menge zu den Yongnuos die Stefan empfiehlt ( würde keine anderen mehr nehmen) und auch etwas zu den Grundregeln des Blitzens ….
    Viel Spaß beim Stöbern
    Gruß an dich lieber Stefan und ich freu mich auf den nächsten Newsletter
    Ewald

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