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Reisebericht Madeira (2016)

Ein Reisebericht @Madeira gibt es heute. 2016 waren wir für eine Woche im September auf der wunderschönen Insel.

Alle die die beiden anderen Berichte von Lanzarote und Teneriffa schon gelesen haben werden es ahnen, wir haben uns erst mal einen Reiseführer gekauft. Stimmt aber hier zum einen nicht da wir erst gebucht und dann das Buch gekauft haben, zum anderen scheinen es ja manche nicht zu glauben, aber wir haben von MM mittlerweile Diverse Bücher im Regal. Lanzarote, Teneriffa, Madeira, Irland und Island. Diesmal sind wir von Stuttgart geflogen, auch mit Condor. Warum ? Wegen dem Preis. Gespart haben wir 500€. Hat sich also gelohnt.

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Meine Frau hat mal wieder die Unterkunft ausgesucht. Das Ferienhaus Villas Santo Antão liegt in Arco do Calheta. Ich muss ehrlich sagen, diesmal war ich skeptisch. Das hat sich von Anfang an nicht gut angefühlt und dann wechselte irgendwann der Besitzer der Anlage, das gebuchte Haus wurde gegen ein anderes getausch……Kein gutes Ohmen. Da wir keinen preiswerteren Mietwagen gefunden hatten, haben wir auch über den Betreiber der Anlage das Auto vor Ort buchen lassen.  Als wir dann am Flughafen standen und den Mietwagenschalter nicht gefunden haben, war mein Urlaub eigentlich schon fast vorbei. Eine genaue Beschreibung zur Wohnung hatten wir auch nicht, nur eine Angabe „kommen sie mal zu dem Hotel XYZ“….. Passiert ist dann folgendes: Eine freundliche Frau am Flughafen hat der Mietwagenfirma hinterher telefoniert, da die wohl außerhalb sitzen und keinen Schalter im Terminal haben. Kurze Zeit später hielt mit quietschenden Reifen ein Transporter, die Fahrerin entschuldigte sich mehrfach das sie nicht pünktlich war und hat uns zur Mietwagenfirma gefahren. Bekommen haben wir dann einen Panda. Fiat. Was man früher so als Elefantenrollschuh kannte. Mittlerweile ein schönes Auto, wenn auch recht klein, aber entsprach unserer gebuchten Fahrzeugklasse. Nach der Frage „wie kommen wir da hin“ wurde uns der Weg erklärt und wir sind dann los. Dann hat sich auch rausgestellt, dass man wie auf Teneriffa und Lanzarote keine großartige Karte benötigt. Wir haben das Haus so gefunden. Vor Ort wurden wir sehr sehr freundlich von einem Herren empfangen, der für die Häuser zuständig ist. Normalerweise hätten wir im Hotel (hat sich als Savoy herausgestellt) erst mal noch einen Kaffee bekommen, er hätte uns abgeholt und zum Haus gebracht. Da wir jetzt aber schon da waren, ging es ja auch so. Das Haus war einfach nur SUPER, der Ausblick MEGA und der Preis WAHNSINN. 350€ für eine Woche. Wohnfläche gefühlte 200m² mit eigenem Pool im eigenen Garten und rechts und links Zaun damit die anderen Ferienhausbewohner nicht stören. Parkplatz vor dem Haus. Als Empfang für uns frisch verheiratete gab es noch eine Flasche Champagner und dann war der gute Mensch auch wieder weg. Koffer hätte er uns auch noch ins Haus getragen, aber das haben wir dann selbst gemacht. Also, wer ein tolles Haus auf Madeira sucht sollte sich das mal anschauen, meine skepsis war mehr als unangebracht!

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Die Aussicht von der Terasse war super, knappe 400m über dem Meer mit Blick auf den Sonnenuntergang. Natürlich habe ich eine Zeitraffer Aufnahme davon gemacht. Das Video ist so aus der Kamera, keine Bearbeitung o.ä..

Madeira scheint kein einfacher Anflug für die Piloten zu sein. Für Leute die so gerne fliegen wie ich, ist das aber ein Highlight. Ich habe euch mal einen Anflug aus der Cockpitperspektive rausgesucht. Wer das mal nachfliegen möchte, u.a. steht in Köln ein Flugsimulator, wo man das mal nachfliegen kann.

Wie die Jahre vorher, wollten wir auch wieder entspannen, aber auch etwas von der Insel sehen. Also wie ihr ja schon gelesen habt, hatten wir wieder ein Auto. Wie auf Lanzarote und Teneriffa auch, ein kleines Auto ist von großem Vorteil. Madeira wird ja die Blumeninsel genannt, stimmt. Es blümt und blüht an jeder Ecke. Der überwiegende Geruch ist jedoch der Lorbeer. Wächst eigentlich auch überall. Wer Wandern möchte, wird in den Levadas wunderbare Wanderrouten finden. In eine sind wir mal ein paar Meter reingeschnuppert, dass kann richtig was. In der Woche vor unserem Urlaub gab es auf Madeira noch einen etwas größeren Waldbrand, der aber gelöscht war bevor wir abgeflogen sind. Als Erfahrung habe ich mitgenommen, dass Tagesschau und Co die Wirklichkeit sehr verzerren und man im Internet (z.B. Twitter) mit ein bisschen Fingerspitzengefühl an bessere und vor allem, ehrlichere Aussagen kommt. Der Waldbrand von 2016 war alles andere als ein kleines Feuer, aber eine „Feuerbrunst“ wie bei uns im Fernsehen zu sehen, war es nun nicht. Dafür konnte man in den Waldbrandgebieten sehr schön sehen, wie unglaublich schnell die Natur sich die verbrannte Erde zurück holt.Und auch die angebrannten Loorberwälder haben einen ganz eigenen Geruch. Die Maderenser haben es aber anscheinend im laufe der Zeit gelernt, mit der ständigen Gefahr umzugehen. Zu erwähnen ist noch, dass die Temperaturen tagsüber zwar sehr warm, dafür nachts angenehm kühl waren.

Empfehlen kann ich auch die WDR-Doku Wunderschön:

Das Nationalgericht solltet ihr unbedingt an einem typisch, einheimischen Stand probieren. Ein Lorbeerspies mit Rindfleisch. Wir hatten das Glück das ganze bei einem Fest probieren zu können. Obst bekommt man an vielen Ecken frisch und muss dafür nicht unbedingt in den Supermarkt. Dafür sind die Früchte dann auch wirklich reif und man tut den Einwohnern noch was gutes.

Madeira ist keine Insel zum Baden. Es gibt keinen natürlichen Strand und die Brandung ist schon heftig. Selbst geübte Schwimmer sollten hier nicht ins Wasser gehen. Es gibt aber die ein oder andere künstliche Bucht und mehrere Naturschwimmbäder. Aber auch die Bade-Buchten sind nichts für ungeübte Schwimmer da die Wellen doch mal schnell etwas höher werden. Dafür gibts dort immer Rettungsschwimmer!

Ähnlich wie auf den Kanaren ist die Polizei sehr präsent und eigentlich in jedem Ort. Bekanntschaft haben wir damit aber keine gemacht. Madeira ist durchbohrt wie ein Schweizer Käse. Man kommt also recht einfach von Ort zu Ort und muss nicht aufwendig die Serpentinenstraße fahren und nutzt einfach die Straßentunnel.

Zusammenfassend kann ich sagen: Werden wir noch mal hinfliegen.

 

Ausflugsziele

Generell kann man festhalten, dass sich ein Blick in die Kirchen lohnt!

Die Ausgewiesenen Aussichtspunkte „Mirradoro“ waren alle durchweg sehr gut und haben sich immer gelohnt, haltet also ruhig mal an wenn ihr die Insel erkundet.

Funchal

Über Funchal möchte ich eigentlich gar nicht so viel schreiben, denn es gibt dort so viel zu sehen das sich das eh keiner durchlesen möchte. Monte und die beiden Parks sind auf jeden Fall einen Ausflug wert und auch die fahrt mit der Seilbahn gehört irgendwie dazu. Parken kann man dazu sehr gut an der Talstation der Seilbahn, mehr oder weniger direkt am Hafen. Zum einen ist da ein Parkhaus (Preiswert) zum anderen findet man da auf jeden Fall wieder sehr gut zurück. Wer mit der Seilbahn hoch und dem Korbschlitten wieder runter fährt, sollte sich nicht von den Taxifahrern beeindrucken lassen. Etwas weiter die Straße runter ist eine Busstation und wenn man bis kurz vor eintreffen eines Busses wartet, purzlen auch die Preise! Wer sich mit anderen zusammen tut, kommt für 2-3€ pro Person in die Stadt zurück. Wenn der Bus gerade weg ist, gehen die Preise auch gerne auf über 30€…. also einfach mal warten. Die Taxifahrt ist nichts für schwache Nerven und wesentlich aufregender als die Korbschlittenfahrt.

Die alte Markthalle ist sicherlich auch ein Punkt, wo man mal hin sollte. Bedenkt aber, dass die Preise dort sehr sehr hoch sind, auch wenn die Produkte durchweg eine hohe Qulität hatten, aber außerhalb bekommt ihr die Früchte wesentlich preiswerter. Ihr erreicht die Markthalle übrigens sehr sehr einfach wenn ihr am Parkhaus an der Seilbahn parkt.

Funchal ist sehr überlaufen und noch voller als sonst, wenn die Kreuzfahrtschiffe dort anlegen. Wenn ihr könnt, sucht euch also einen Tag raus wo vielleicht nicht zwei Aidas im Hafen liegen. Fussballfans möchten bestimmt im Hafen die Statue und das Museum von CR7 besuchen, ich finde aber das man sich lieber durch die Alststadt treiben lassen kann. Wer mal den Madeira probieren möchte, kommt dort auch auf seine Kosten, unser Fall war das Getränk allerdings nicht.

Das Reids Hotel ist für manche auch noch eine tolle Ausflugsidee, wir haben uns anstatt dessen lieber in der Altstadt rumgetrieben. Apropros, an dem besagten Parkhaus und dem Übergang zur Altstadt gibt eine Künstlergalerie. Je nach Künstlern die da gerade sind, kann sich das sehr lohnen. Eintritt ist kostenlos!

Flughafen

Den Flughafen habe ich ja schon erwähnt, aber wenn man eine halbe Stunde zusätzlich einplant, kann man noch schön auf der Besucherterasse im Sicherheitsbereich einen Kaffee trinken und den Flugzeugen zuschauen.

Canical

Ganz im Osten liegt Canical, dort kann man zum einen die wunderschöne Aussicht genießen aber auch Wandern. Letzteres haben wir zwar nicht gemacht, aber vom Aussichtspunkt aus hat man eine Vorstellung davon, wie gut das sein muss. Wer dort nicht wandern möchte kann aber je nach Abflugzeit ganz gut vor der Heimreise noch mal da vorbei schauen, der Weg zum Flughafen ist nur kurz.In Canical selbst kann man in den typischen Läden essen und für alle Strandratten gibt es hier auch einen kleinen Strand.

Sao Vincente

In Sao Vincente gibt es ein paar Lavahöhlen die man im Besucherzentrum auch besuchen kann, ähnliche wie auf den Kanarischen Inseln. Allerdings sollte man ruhig eine Regenjacke mit rein nehmen, es tropft doch ein wenig von der Decke.

Calheta

In Calheta gibt es eine Bucht zum baden und einen Hafen. Im Hafen selbst kann man gut essen (Ich meine Ausdrücklich nicht die „Imbisse“ am Straßenrand) und die Bucht ist ganz nett, wenn auch künstlich. Das Parken am Straßenrand kostet zwar Geld, aber der Eintritt ist kostenfrei. Ab Calheta gehen auch Schiffe zum Wale-Watching.

Ponta do Pargo

Also den Leuchtturm muss sich einfach mal angeschaut haben wenn man auf Madeira Urlaub macht. Der Weg dort hin ist gegen vielen Berichten im Internet sehr gut ausgebaut und man kann mit dem Auto direkt davor parken. Aussicht aufs Meer: Grandios!

Porto do Moniz

Ein sehr schönes, großes Naturschwimmbad findet man hier. Ansonsten ein typischer Ort mit eher weniger Touristen und mehr Einheimischen.

Pico do Areeiro

Die Autofahrt dort hoch macht einfach nur Spaß und die Aussicht ist Atemberaubend! Auch als Ausgangspunkt für eine Wanderrung ist der Gipfel eine schöne Sache. Wir waren Nachmittags dort und würden das vermutlich auch wieder so machen, es ist leerer und die Sonne brennt nicht so. Ähnlich wie auf Teneriffa, durch die Wolken zu fahren ist ein tolles Erlebnis.

 

Wer genau wissen möchte, wo welches Foto entstanden ist, guck am besten hier nach. LINK

 

Galerie

 

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