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Meine Erfahrung mit: Eyeem

Wer sich früher oder später mal damit auseinandersetzt, ob und wie man seine Bilder auch verkaufen kann, wird vermutlich über die Deutsche Plattform Eyeem.com stolpern.

Spannend daran ist, das man neben der Social-Media Komponente seit 2015 auch die Möglichkeit hat, Bilder zu verkaufen. Lt. Eyeem bekommt der Besitzer des Fotos 50% der Einnahmen, was ja erst mal nach viel klingt. Wenn man da ganze mal googelt, findet man auch Diverse Treffer mit Berichten und teilweise sogar Kontoauszügen. Die Leute reden da teilweise von mehreren Hundert € pro Monat nach kurzer Einstiegszeit.

Wie funktioniert das ganze ?

Man lädt seine Fotos also entweder am PC oder per Smartphone-App hoch und muss die Bilder dann noch verschlagworten. Wie bei Instagram auch, erscheint eine Anzeige mit der Anzahl der bereits vorhandenen Bilder mit gleichem Schlagwort, wenn das Schlagwort schon vorhanden ist. Darüber hinaus bietet Eyeem durch einen Algorhytmus passende Schlagworte zum Bild an. Mehr als 25 Schlagwörter lassen sich pro Bild nicht zuweisen. Ebenfalls entscheiden kann man, ob das Bild in den Shop soll, oder nicht.

Das Bild wird dann durch Eyeem geprüft und für den Fall das Menschen zu sehen sind, wird man aufgefordert, von den Personen eine Freigabe erstellen zu lassen. Geht über einen Link und ein Online Formular, sehr einfach und entspannt. Somit ist sichergestellt, dass Fotos die ihr da einstellt, auch von euren Modellen freigegeben sind. Dieses Feature kann man zwar leicht umgehen, finde ich als Idee und ehrlich eingesetzt aber sehr Sinnvoll!

Eyeem prüft das Bild nun, welchen Kriterien es entspricht, das geschieht wohl teilweise durch Software, aber auch durch Mitarbeiter. Ja nach Qualität des Bildes geht das ganze zwischen ein paar Sekunden und mehreren Wochen bis hin zu Monaten. Meine Erfahrung dabei ist, Bilder mit Frauen gehen sehr sehr schnell, Landschaftsfotos eher langsam.

Eyeem bietet alles was man so braucht, um Social Media zu betreiben. Like Buttons, andere Fotografen liken usw. usw. usw. da muss man dann im Detail nicht drauf eingehen, weil die Funktion die gleiche ist, wie bei Instagram oder bei Facebook.

Erwähnen muss man auch, dass es einen normalen Markt gibt, aber auch einen Premium Markt. Die normalen Fotos werden nur in Deutschland zum Kauf angeboten, Fotos die aber besonders gut scheinen, werden automatisch Premium und werden dann per Getty Images weltweit verkauft.

Was ist nun meine Erfahrung damit ?

Ich wollte einfach mal testen, wie meine Fotos – also eine Auswahl davon – so ankommen und mal gucken, ob ich was verkauft bekomme. War in gut 6 Monaten nicht der Fall um es mal direkt zu sagen. Finde ich auch nicht schlimm, ich hatte damit auch irgendwie gerechnet. Die App und die Website funktionieren sehr gut, da gibt’s es nichts zu meckern. Die Funktion zum Vorschlagen von Schlagworten ist auch sehr gut, da gibt es bis auf kleine Ausreißer zumindest bei meinen Fotos nichts zu meckern.

Trotzdem habe ich mich heute abgemeldet und vorher alle Fotos gelöscht. Fotos habe ich – wie schon erwartet – nicht verkauft und von daher hat die Plattform für mich keinen Vorteil sondern nur den Nachteil, dass ich mich zusätzlich um ein weiteres Profil kümmern muss. Und da ich neben einer Website, Facebook und Instagram auch noch ein echtes Leben habe, nutze ich die Zeit wesentlich lieber für meine Frau, Freunde und unsere Katze.

2 Kommentare

  1. kay

    Hallo Stefan,

    danke für deinen aufschlussreichen Bericht. Was noch interessant wäre, ist die Anzahl der von dir zur Verfügung gestellten Bilder. Je mehr, desto größer die Chancen für Verkäufe. Kannst du dich erinnern, wieviele du reingestellt hast? Ich versuche es grad mit Fotolia und photocase und reich wird man nicht, aber es kommen zurzeit so 20-40 € monatlich rein….

    • Stefan

      Ich glaube zuletzt waren es 100 insgesamt und davon 79 premium.

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